Halsschmerzen sind nur eines von mehreren Erkältungssymptomen. Meist kommt auch noch Schnupfen hinzu. Husten ist ebenfalls ein häufiger Begleiter.

Die wichtigste Maßnahme, um eine Erkältung nicht weiterzugeben, ist regelmäßiges Händewaschen! Denn die Übertragung über die Hände ist einer der Haupt-„Transportwege“, über die Erkältungsviren von Mensch zu Mensch gelangen. Beim Niesen, Schnäuzen und Husten gelangen Viren von der Nase in die Hand. Geben wir anschließend anderen Menschen die Hand bzw. fassen wir Dinge an, die auch von (vielen) anderen berührt werden (z. B. Haltegriffe in der U-Bahn, Türklinken etc.), geben wir damit auch die Viren weiter.

Wie kann ich es bei Halsschmerzen verhindern, andere anzustecken?

Beim Husten gibt es den Tipp, nicht die Hand vorzuhalten, wie es viele noch als Kinder gelernt haben, sondern in die Armbeuge zu husten. Das beugt Ansteckung vor!

Auch Niesen sollten Sie entweder ebenfalls in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch. Und nicht vergessen: Anschließend unbedingt die Hände waschen! Gerade nach dem Niesen oder Schnäuzen tummeln sich besonders viele Erkältungsviren auf Ihren Händen, die Sie sonst weitergeben würden. (Siehe Wie beuge ich einer Ansteckung vor?) Papiertaschentücher sollten Sie nach jedem Gebrauch sofort entsorgen!

Tipp bei Halsschmerzen: Halsschmerzen sind von außen zwar nicht so sichtbar wie eine Schnupfennase, kann aber Mundgeruch verursachen. Produkte aus der Apotheke, wie Lutschpastillen/Lutschtabletten, Gurgellösungen, Sprays, die zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung eingesetzt werden (Siehe Welche rezeptfreien Medikamente gibt es?), beseitigen oftmals auch den lästigen Mundgeruch. Diese sollten aber, da sie Arzneimittel sind, nicht zu häufig am Tag eingesetzt werden. Hals- oder Hustenbonbons leisten dazwischen gute Dienste. Wir empfehlen zuckerfreie Varianten, die die Zähne schonen.

Wann ist die Ansteckungsgefahr am höchsten?

Meist machen sich die ersten Symptome erst bemerkbar, wenn wir die Erkältungsviren bereits ein oder zwei Tage in uns tragen. Da sind wir bereits ansteckend – können aber nichts dagegen unternehmen, weil wir es ja selbst noch nicht wissen. Am höchsten ist die Ansteckungsgefahr an den ersten zwei bis drei Tagen nach dem Auftreten der ersten Symptome. Jetzt sollten Sie die oben angeführten Tipps besonders beherzigen!

Etwa nach einer Woche, nachdem die ersten Beschwerden auftraten, ist die Ansteckungsgefahr vorbei bzw. deutlich gesunken. Allerdings kann diese Zeitspanne von Mensch zu Mensch unterschiedlich lang sein. Personen mit geschwächtem Immunsystem sind z. B. länger ansteckend als andere.